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Immer nur – So was von da!

„Was daran gut sein soll, wenn man der Alte bleibt? Das ist doch nur für die anderen gut, damit sie nicht merken, dass in ihrem Leben nichts passiert. Nur die Verweser wollen, dass alles beim Alten bleibt. Die Gemütlichen, die Bequemen, die Jasager und Nachmacher wollen das Alte, immer nur das Alte, und nicht etwa alte Häuser, Musiken, Filme oder Bücher, sondern ihr Leben so, wie sie es kennen. Damit sie nicht merken, dass sie stillstehen. Weil sie Angst haben. Sie haben Angst, Angst vor allem, vor allem vor ihren Lügen und davor, eines Tages aufzuwachen und zu erkennen, dass sie alles verpasst haben, dass alles an ihnen vorbeigezogen ist, dass sie immer noch da sind, wo sie immer schon waren.“

Tino Hanekamp – So was von da.

Kurzfilm: Wir haben es Versucht

Hallo ihr Lieben,

Ich habe keine Kosten und Mühen gescheut um einen Film fertig zustellen:

„Wir haben es versucht“

Der Kurzfilm „Wir haben es versucht“ handelt davon, die große Liebe zu verlieren.
Doch wie soll man die Person vergessen, die man liebt, obwohl sie einem das Herz gebrochen hat.

[Meine Inspiration erfolgte bei diesem Drehbuch durch den Roman „So was von Da“ von Tino Hanekamp, dessen grobe Handlung und Zitate verwendet werden. Außerdem wurden zwei Zitate aus dem Buch „Die Leiden des jungen Werthers“ verwendet, so wie die Musik von Casper]

Ich hoffe euch gefällt der Film und nun möchte ich nochmals Werbung für das Buch von Herrn Hanekamp machen:

Michael X

„Michael X“ ist ein Lied, das von echter Freundschaft erzählt. Von einer gemeinsamen Jugend und dem Gefühl der Unbesiegbarkeit. Dem Willen, es seinen großen Helden und Idolen gleichzutun, sich nie unterkriegen zu lassen. Einfach rauszugehen und sich dem Leben zu stellen. Oder wie Casper sagt: „Lieber gestanden arm sterben, als reich leben auf Knien“.

Auf „Michael X“ erzählt Casper eine Geschichte von schönen Erinnerungen an die unbeschwerte Zeit. Eine Geschichte von großen Träumen, vom Kämpfen – und vom Scheitern.

Denn umso tragischer ist es, wenn all die gehegten Wünsche, Sehnsüchte und Träume im Laufe der Jahre verblassen und der Schwur, sich nie beugen zu wollen, vom echten Leben mit all seinen Schicksalsschlägen und Wendungen gebrochen wird. Wenn all die Ideen und Ideale sich in Luft auflösen. Wenn die hoffnungsvollen Blicke und das siegesgewisse Grinsen sich in „kreidebleiche Gesichter“ verwandeln, die „schwer von der Zeit gezeichnet“ sind.

Mit „Michael X“ hat Casper ein würdiges Abschiedslied für seinen guten Freund geschrieben. Ein Song, der diesen Kampf des Erwachsenwerden, das stetige Aufbäumen, scheinbare Triumphieren und die schließliche Resignation berührend erzählt. Ganz behutsam und leise, aber auch packend und laut zugleich — nur ein verhaltenes Klavier und dezente Gitarren im Hintergrund, die Casper genug Raum zum Erinnern und Abschiednehmen lassen.

[Der Text stand unter dem hochgeladenem Video, den fand ich aber sehr passend]

Und deine Mum hält dein Zimmer wie du’s gelassen hast,
an dem Moment, wo dich Willen und Mut verlassen hat.
Die Lautsprecher tönen es laut,
dein Lieblingslied, aber hörst du das auch? Sag, hörst du das auch?

SO WAS VON DA

Ein Roman von Tino Hanekamp

Das Vorwort:

Die jungen Männer sind ihren wechselhaften Gefühlen schutzlos ausgeliefert. Sie sind leidenschaftlich und schnell erregt, und sie gehorchen ihren Impulsen: Sie werden von ihren Gefühlen beherrscht. Sie wetteifern um Ehre, besonders nach dem Sieg, und beides ersehnen sie mehr als Geld. Sie sind von einfachem Gemüt und vertrauensselig, weil sie die Kehrseite der Dinge nicht kennen. Ihre Hoffnungen sind so hochfliegend wie die eines Trunkenboldes, ihr Erinnerungsvermögen ist kurz. Sie sind mutig, bewegen sich aber auf herkömmlichen Bahnen und lassen sich daher leicht aus der Fassung bringen. Vom Leben noch nicht geläutert, ziehen sie äußeren Glanz dem Nützlichen vor: Ihre Irrtümer, aus dem Überschwang geboren sind groß. Sie lieben das Lachen, und sie haben Mitleid mit einem Menschen, weil sie immer das Beste von ihm glauben. Anders als die Alten, glauben sie bereits alles zu wissen.

Aristoteles

Zitat

Mach die Augen zu. Hörst du die Sekunden vorbei rasen? – Ich höre sie die ganze Zeit – Alles wird gut. Du musst nur atmen
- Kammerflimmern